Kategorie: Modernisierung

  • IT-Budget 2026: Vom Kostentreiber zum Motor für Wachstum

    IT-Budget 2026: Vom Kostentreiber zum Motor für Wachstum

    Fahrplan für Ihre (nächste) digitale Ära

    Die Budgetplanung für 2026 stellt IT-Entscheider vor ein strategisches Paradoxon: Während 83 % der Unternehmen ihre Modernisierungsbudgets erhöhen, kämpfen 62 % mit zentralen Anwendungen, die den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Gleichzeitig rechnen nur 55 % der CIOs tatsächlich mit höheren Budgets. Diese Lücke zwischen Notwendigkeit und Realität erfordert einen radikalen Wandel – weg von der inkrementellen Fortschreibung, hin zu einer mutigen, strategischen Neuausrichtung. Das IT-Budget ist keine reine Kostenstelle mehr; es ist die entscheidende Investition in die zukünftige Wertschöpfung, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens.

    Die zentralen Treiber, die Ihr Budget für 2026 bestimmen, sind unerbittlich:

    • Die KI-Explosion: Die Ausgaben für Künstliche Intelligenz werden bis 2026 auf über 300 Milliarden US-Dollar anwachsen und treiben die Kosten für KI-fähige Rechenzentren, spezialisierte Hardware und Energie in die Höhe.
    • Die Legacy-Fessel: Bis zu 80 % der IT-Budgets werden durch die Wartung veralteter Systeme gebunden, was Innovationen erstickt und ein massives Geschäftsrisiko darstellt.
    • Der Talent-Engpass: Mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 95 % ist der Fachkräftemangel das größte Risiko für Projektverzögerungen und treibt die Personalkosten in die Höhe.
    • Die Cyber-Bedrohung: Angesichts von Schäden in Milliardenhöhe und neuen Regularien wie der NIS-2-Richtlinie sind Investitionen in Cybersicherheit (empfohlene Allokation: 10-15 % des Budgets) nicht mehr verhandelbar.

    Um diese Herausforderungen zu meistern und die IT zum Werttreiber zu machen, müssen Entscheider für 2026 vier strategische Imperative verfolgen:

    1. Radikale Restrukturierung statt inkrementeller Anpassung: Brechen Sie aus dem Teufelskreis der Legacy-Wartung aus. Verfolgen Sie einen Ansatz der „Tech Debt Bankruptcy“: Lagern Sie den Betrieb kritischer Altsysteme an Spezialisten aus. So setzen Sie gebundenes Kapital und wertvolle Personalressourcen frei, um sie gezielt in moderne, KI-gestützte und wertschöpfende Plattformen zu reinvestieren.
    2. Agile Finanzsteuerung statt starrer Jahrespläne: Die traditionelle Jahresbudgetierung ist in einem volatilen Marktumfeld obsolet. Implementieren Sie agile Methoden wie rollierende Forecasts und FinOps, um dynamisch auf Veränderungen reagieren zu können. Nur so lassen sich explodierende und oft unkontrollierte Cloud-Kosten, die Budgets bereits heute um 17 % überschreiten, in den Griff bekommen.
    3. Investition in Menschen und KI-Kompetenz: Die größte Gefahr für Ihre Modernisierung ist nicht die Technologie, sondern der Mangel an Know-how. Priorisieren Sie Investitionen in unternehmensweite Schulungsprogramme für Daten- und KI-Kompetenz. Diese Ausgaben sind keine Kosten, sondern die wichtigste Risikomitigation gegen den Fachkräftemangel und die Grundlage für eine erfolgreiche digitale Transformation.
    4. Risikobasierte Priorisierung als Leitprinzip: Fokussieren Sie Ihr Budget auf die Abwehr der größten Gefahren. Das bedeutet, die Mittel gezielt dort einzusetzen, wo die Risiken am höchsten sind: bei der Cybersicherheit (90 % Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Vorfall) und der Gewinnung und Entwicklung von Talenten (95 % Eintrittswahrscheinlichkeit für Verzögerungen).

    Das Budget 2026 ist Ihre Chance, die Weichen für das nächste Jahrzehnt zu stellen. Es erfordert Mut, eine klare Vision und die Bereitschaft, traditionelle Pfade zu verlassen. Die hier skizzierten Strategien bieten den Kompass für diese entscheidende Transformation.

  • IT-Modernisierung 2025: Was Entscheider wirklich priorisieren – und was das bedeutet

    IT-Modernisierung 2025: Was Entscheider wirklich priorisieren – und was das bedeutet

    Welche Themen stehen 2025 ganz oben auf der Agenda der IT-Entscheider? Unsere aktuelle Erhebung zeigt ein klares Bild: Unternehmen setzen auf technische Erneuerung mit strategischem Fokus. Doch beim genaueren Hinsehen offenbaren die Zahlen auch blinde Flecken – und Handlungsspielräume.

    Die sechs Top-Prioritäten im Überblick

    1. Cloud-Migration (78 %)

    Cloud first – aber nicht beliebig. Der hohe Anteil unterstreicht den Druck zur Flexibilisierung von Infrastrukturen, vor allem durch Multi-Cloud-Strategien, Exit-Optionen und regulatorisch belastbare Betriebsmodelle. Cloud wird nicht mehr als reines IT-Thema betrachtet, sondern als Enabler für Business-Agilität und Time-to-Market.

    2. Legacy-Ablöse (65 %)

    Zwei Drittel der Unternehmen haben erkannt, dass Modernisierung ohne Ablösung zentraler Altlasten ins Leere läuft. Besonders betroffen: ERP-Altversionen, Hostsysteme, monolithische Eigenentwicklungen. Es geht nicht nur um Technologie – sondern um Freiraum für Innovation.

    3. Cybersecurity (62 %)

    Sicherheit wird neu bewertet – nicht als Kontrollmechanismus, sondern als Voraussetzung für digitale Resilienz. Im Kontext von Cloud, APIs, Remote Work und regulatorischen Anforderungen (z. B. NIS2, DORA) steigen die Anforderungen an proaktive Schutzkonzepte und adaptive Security-Architekturen.

    4. KI-Nutzung (54 %)

    Mehr als die Hälfte plant, Künstliche Intelligenz gezielt einzusetzen – etwa für Automatisierung, Entscheidungsunterstützung oder User-Interaktion. Der Einsatz bleibt jedoch fragmentiert: Oft fehlt ein übergreifendes Zielbild, das KI in Architektur und Prozesse integriert.

    5. Green IT (47 %)

    Nachhaltigkeit rückt auf die Roadmap – angetrieben durch ESG-Vorgaben, Kostenaspekte und den Druck von Kunden und Investoren. Die Umsetzung hinkt jedoch häufig hinterher. Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, muss IT-Betrieb, Softwaredesign und Beschaffung systematisch transformieren.

    6. Citizen Development (40 %)

    Noch ist die Nutzung von Low-Code/No-Code-Plattformen zurückhaltend – vor allem aufgrund von Governance-Fragen, Change-Resistenz und fehlender Integration. Doch das Thema hat Potenzial: Unternehmen, die ihre Mitarbeiter gezielt befähigen, gewinnen Agilität auf operativer Ebene.


    Was bedeutet das für Entscheider?

    Die Ergebnisse zeigen: IT-Modernisierung wird 2025 zunehmend als strategische Kernaufgabe verstanden – aber sie bleibt komplex. Drei zentrale Ableitungen für CIOs, CDOs und Transformationsverantwortliche:

    1. Nicht alles gleichzeitig – aber systematisch:

    Es braucht ein priorisiertes, architekturgetriebenes Vorgehen. Wer heute Cloud-Projekte startet, ohne Legacy-Fragen zu klären, zementiert Probleme. Wer KI nutzt, ohne Datenstrukturen und Verantwortlichkeiten neu zu denken, bleibt in der Spielwiese.

    2. Der Engpass ist nicht Technologie, sondern Organisation:

    Viele Projekte scheitern nicht am Tool, sondern an fehlender Führung, mangelnder Klarheit oder Silostrukturen. Erfolgreiche IT-Modernisierung verlangt Führungskräfte, die nicht nur entscheiden – sondern Verantwortung für Veränderung übernehmen.

    3. Die Zukunft gehört integrierten Ökosystemen:

    Die hohe Relevanz von Cloud, KI und Sicherheit zeigt: Einzelinitiativen reichen nicht mehr. Entscheider müssen Plattformdenken fördern, Zielbilder schaffen und Delivery-Fähigkeit aufbauen. Modernisierung ist kein Projekt – sondern ein struktureller Umbau.